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Vergleich · Aufgussöle

Saunadüfte im Überblick: Welche Aufgussöle sich lohnen

Eukalyptus, Lavendel, Fichte und Co. im sachlichen Vergleich: Welcher Saunaduft welche Wirkung hat, wie Sie Aufgussöle richtig dosieren und welche Düfte zu welcher Jahreszeit passen.

WirkungsprofilAtemwegseignungJahreszeit-EmpfehlungIntensitätKombinierbarkeit

Unser Ranking

#1 · Testsieger Note 9,2

Eukalyptus Aufgussöl

Saunakonzentrat

  • + atemwegsöffnend
  • + vielseitig
  • + ganzjährig einsetzbar
  • − intensiv bei Überdosierung
  • − nicht für sehr Duftempfindliche
#2 · Komfort-Tipp Note 8,9

Lavendel Aufgussöl

Saunakonzentrat

  • + entspannend
  • + gut verträglich
  • + schlaffördernd
  • − floraler Charakter polarisiert
  • − für Abendnutzung besser geeignet
#3 · Klassiker Note 8,7

Fichte Aufgussöl

Saunakonzentrat

  • + authentisch waldfrisch
  • + atemwegsunterstützend
  • + traditionelles Saunagefühl
  • − harzig-intensiv
  • − im Sommer weniger erste Wahl
#4 · Preis-Tipp Note 8,5

Pfefferminze Aufgussöl

Saunakonzentrat

  • + stark erfrischend
  • + kühlender Effekt
  • + atemwegsöffnend
  • − sehr intensiv
  • − geringe Dosiermenge nötig
#5 · Herbst-Winter-Tipp Note 8,0

Zimt Aufgussöl

Saunakonzentrat

  • + wärmend-gemütlich
  • + würzig-aromatisch
  • + stimmungsaufhellend
  • − Schleimhautreizung bei zu hoher Dosis
  • − saisonal begrenzt

Aufgussöle für die Sauna gibt es in Hunderten von Varianten. Die meisten sind Konzentrate auf Basis ätherischer Öle, die mit Wasser verdünnt auf die heißen Steine gegossen werden. Welcher Duft sinnvoll ist, hängt von der gewünschten Wirkung, der Uhrzeit des Saunagangs und der Jahreszeit ab.

Aufgussöle richtig anwenden

Pro Aufguss rechnet man mit 0,1 bis 0,2 l Wasser – das entspricht einer kleinen Schöpfkelle. Das Öl kommt zuerst ins Wasser, nie unverdünnt auf die Steine: Auf heißem Gestein verbrennt konzentriertes Öl und erzeugt Reizstoffe. Als Startdosis empfiehlt sich 5 bis 10 Tropfen pro Liter; intensive Öle wie Pfefferminze oder Zimt beginnen Sie mit 3 Tropfen und erhöhen nach Bedarf.

Saunakonzentrate und ätherische Öle in Saunaqualität unterscheiden sich von Körperpflegeölen: Sie sind für Temperaturen über 80 °C ausgelegt und enthalten keine Zusätze, die beim Verdampfen problematisch werden.

Fünf Duftrichtungen im Überblick

Atemwegsöffnend: Eukalyptus, Fichte, Kiefer

Eukalyptus ist der meistgenutzte Saunaduft. Das enthaltene Cineol verdampft bereits bei Saunatemperaturen und erleichtert das Atmen spürbar. Fichte und Kiefer wirken ähnlich, aber runder und holziger – beide passen gut zu traditionellen Holzsaunen. Alle drei Varianten funktionieren ganzjährig und werden besonders in der Erkältungssaison häufiger eingesetzt.

Entspannend: Lavendel, Sandelholz, Kamille

Lavendel ist nach Eukalyptus das verbreitetste Saunaöl. Sein floraler Charakter wirkt deutlich ruhiger als Nadelholzdüfte und eignet sich für Abendgänge. Sandelholz und Kamille gehen in dieselbe Richtung, sind aber weniger intensiv. Wer Lavendel zu blumig findet, kombiniert ihn mit Vanille – das mildert den floralen Anteil ab.

Belebend: Zitrus, Minze, Ingwer

Zitrusdüfte – Zitrone, Orange, Grapefruit, Mandarine – sind leicht und frisch, gut für Morgen- oder Mittagssaunagänge geeignet. Ingwer ergänzt die Zitrusnoten um einen würzigen Anteil. Pfefferminze ist die intensivste Option dieser Gruppe: 3 bis 5 Tropfen pro Liter genügen; mehr kann die Schleimhäute reizen.

Wärmend und würzig: Zimt, Nelke, Zedernholz

Zimt und Nelke passen in Herbst und Winter. Ihr warm-würziges Profil kann bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen – konservativer dosieren als bei Nadelholzdüften. Zedernholz ist in dieser Gruppe die mildere Alternative: erdig, warm, weniger scharf.

Blumig und orientalisch: Bergamot, Jasmin, Patchouli

Diese Düfte werden seltener eingesetzt, haben aber eine feste Anhängerschaft. Bergamot verbindet einen Zitrusanteil mit leichter Würze. Jasmin und Patchouli sind deutlich intensiver und polarisieren in Gemeinschaftssaunen stärker als die übrigen Gruppen.

Düfte nach Jahreszeit

JahreszeitEmpfohlene Düfte
FrühlingLavendel, Bergamot, Melisse
SommerZitrone, Pfefferminze, Orange, Grapefruit
HerbstRosmarin, Mandarine, Apfel, Kiefer
WinterZimt, Nelke, Zedernholz, Fichte, Weihrauch

Eukalyptus und Lavendel sind saisonal neutral und funktionieren das ganze Jahr.

Kombinationen

Zwei Düfte reichen für eine Mischung; mehr als zwei überlagern sich meist ungünstig. Bewährte Paare:

  • Eukalyptus + Pfefferminze – stark erfrischend, atemwegsöffnend
  • Lavendel + Vanille – beruhigend, warm
  • Zitrone + Ingwer – belebend, würzig
  • Fichte + Zedernholz – waldfrisch, rund
  • Nelke + Orange – würzig-fruchtig, saisonal im Herbst

Häufige Fragen

Wie viele Tropfen Aufgussöl kommen auf einen Liter Wasser? +

Als Ausgangspunkt gelten 5 bis 10 Tropfen pro Liter Aufgusswasser. Bei intensiven Ölen wie Pfefferminze oder Zimt reichen 3 bis 5 Tropfen; mehr kann Schleimhäute reizen.

Darf ich Aufgussöl direkt auf die heißen Steine geben? +

Nein. Unverdünntes Öl auf den Steinen verbrennt und kann Reizstoffe freisetzen. Mischen Sie das Öl immer zuerst ins Aufgusswasser.

Welcher Saunaduft eignet sich bei Erkältungsbeschwerden? +

Eukalyptus, Fichte und Kiefer werden traditionell für atemwegsunterstützende Aufgüsse genutzt. Das enthaltene Cineol beziehungsweise die Terpene können das Atmen erleichtern, sind aber kein medizinisches Mittel.

Welche Saunadüfte lassen sich gut kombinieren? +

Bewährt sind Eukalyptus mit Pfefferminze (frisch-kühlend), Lavendel mit Vanille (entspannend-warm) sowie Zitrone mit Ingwer (belebend-würzig). Mischen Sie im Aufgusswasser, nicht direkt aus den Fläschchen.

Sind Aufgussöle und ätherische Öle aus dem Drogeriemarkt dasselbe? +

Nicht immer. Saunakonzentrate sind für hohe Temperaturen ausgelegt und enthalten keine Zusätze, die beim Verdampfen reizend wirken. Körperpflegeöle oder unverdünnte Parfüms gehören nicht in den Aufguss.