Vergleich · Aufgussöle
Saunadüfte im Überblick: Welche Aufgussöle sich lohnen
Eukalyptus, Lavendel, Fichte und Co. im sachlichen Vergleich: Welcher Saunaduft welche Wirkung hat, wie Sie Aufgussöle richtig dosieren und welche Düfte zu welcher Jahreszeit passen.
Unser Ranking
Eukalyptus Aufgussöl
Saunakonzentrat
- + atemwegsöffnend
- + vielseitig
- + ganzjährig einsetzbar
- − intensiv bei Überdosierung
- − nicht für sehr Duftempfindliche
ab 5 €
Lavendel Aufgussöl
Saunakonzentrat
- + entspannend
- + gut verträglich
- + schlaffördernd
- − floraler Charakter polarisiert
- − für Abendnutzung besser geeignet
ab 5 €
Fichte Aufgussöl
Saunakonzentrat
- + authentisch waldfrisch
- + atemwegsunterstützend
- + traditionelles Saunagefühl
- − harzig-intensiv
- − im Sommer weniger erste Wahl
ab 5 €
Pfefferminze Aufgussöl
Saunakonzentrat
- + stark erfrischend
- + kühlender Effekt
- + atemwegsöffnend
- − sehr intensiv
- − geringe Dosiermenge nötig
ab 5 €
Zimt Aufgussöl
Saunakonzentrat
- + wärmend-gemütlich
- + würzig-aromatisch
- + stimmungsaufhellend
- − Schleimhautreizung bei zu hoher Dosis
- − saisonal begrenzt
ab 5 €
Aufgussöle für die Sauna gibt es in Hunderten von Varianten. Die meisten sind Konzentrate auf Basis ätherischer Öle, die mit Wasser verdünnt auf die heißen Steine gegossen werden. Welcher Duft sinnvoll ist, hängt von der gewünschten Wirkung, der Uhrzeit des Saunagangs und der Jahreszeit ab.
Aufgussöle richtig anwenden
Pro Aufguss rechnet man mit 0,1 bis 0,2 l Wasser – das entspricht einer kleinen Schöpfkelle. Das Öl kommt zuerst ins Wasser, nie unverdünnt auf die Steine: Auf heißem Gestein verbrennt konzentriertes Öl und erzeugt Reizstoffe. Als Startdosis empfiehlt sich 5 bis 10 Tropfen pro Liter; intensive Öle wie Pfefferminze oder Zimt beginnen Sie mit 3 Tropfen und erhöhen nach Bedarf.
Saunakonzentrate und ätherische Öle in Saunaqualität unterscheiden sich von Körperpflegeölen: Sie sind für Temperaturen über 80 °C ausgelegt und enthalten keine Zusätze, die beim Verdampfen problematisch werden.
Fünf Duftrichtungen im Überblick
Atemwegsöffnend: Eukalyptus, Fichte, Kiefer
Eukalyptus ist der meistgenutzte Saunaduft. Das enthaltene Cineol verdampft bereits bei Saunatemperaturen und erleichtert das Atmen spürbar. Fichte und Kiefer wirken ähnlich, aber runder und holziger – beide passen gut zu traditionellen Holzsaunen. Alle drei Varianten funktionieren ganzjährig und werden besonders in der Erkältungssaison häufiger eingesetzt.
Entspannend: Lavendel, Sandelholz, Kamille
Lavendel ist nach Eukalyptus das verbreitetste Saunaöl. Sein floraler Charakter wirkt deutlich ruhiger als Nadelholzdüfte und eignet sich für Abendgänge. Sandelholz und Kamille gehen in dieselbe Richtung, sind aber weniger intensiv. Wer Lavendel zu blumig findet, kombiniert ihn mit Vanille – das mildert den floralen Anteil ab.
Belebend: Zitrus, Minze, Ingwer
Zitrusdüfte – Zitrone, Orange, Grapefruit, Mandarine – sind leicht und frisch, gut für Morgen- oder Mittagssaunagänge geeignet. Ingwer ergänzt die Zitrusnoten um einen würzigen Anteil. Pfefferminze ist die intensivste Option dieser Gruppe: 3 bis 5 Tropfen pro Liter genügen; mehr kann die Schleimhäute reizen.
Wärmend und würzig: Zimt, Nelke, Zedernholz
Zimt und Nelke passen in Herbst und Winter. Ihr warm-würziges Profil kann bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen – konservativer dosieren als bei Nadelholzdüften. Zedernholz ist in dieser Gruppe die mildere Alternative: erdig, warm, weniger scharf.
Blumig und orientalisch: Bergamot, Jasmin, Patchouli
Diese Düfte werden seltener eingesetzt, haben aber eine feste Anhängerschaft. Bergamot verbindet einen Zitrusanteil mit leichter Würze. Jasmin und Patchouli sind deutlich intensiver und polarisieren in Gemeinschaftssaunen stärker als die übrigen Gruppen.
Düfte nach Jahreszeit
| Jahreszeit | Empfohlene Düfte |
|---|---|
| Frühling | Lavendel, Bergamot, Melisse |
| Sommer | Zitrone, Pfefferminze, Orange, Grapefruit |
| Herbst | Rosmarin, Mandarine, Apfel, Kiefer |
| Winter | Zimt, Nelke, Zedernholz, Fichte, Weihrauch |
Eukalyptus und Lavendel sind saisonal neutral und funktionieren das ganze Jahr.
Kombinationen
Zwei Düfte reichen für eine Mischung; mehr als zwei überlagern sich meist ungünstig. Bewährte Paare:
- Eukalyptus + Pfefferminze – stark erfrischend, atemwegsöffnend
- Lavendel + Vanille – beruhigend, warm
- Zitrone + Ingwer – belebend, würzig
- Fichte + Zedernholz – waldfrisch, rund
- Nelke + Orange – würzig-fruchtig, saisonal im Herbst