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Vergleich · Aufgussöle

Die besten Saunaaufgüsse: 25 Düfte im Vergleich

Eukalyptus, Lavendel, Fichtennadel und mehr – welche Saunaaufgüsse bei Atemwegen, Entspannung oder Durchblutung helfen und wie man sie richtig dosiert.

WirkspektrumAromaintensitätVerträglichkeitAnwendungsfreundlichkeit

Unser Ranking

#1 · Testsieger Note 9,3

Eukalyptus Aufguss

div. Hersteller

  • + Öffnet Atemwege
  • + Breit verträglich
  • + Intensiv-frisch
  • − Nicht für Kleinkinder
  • − Bei Überdosierung reizend
#2 · Entspannungs-Tipp Note 8,9

Lavendel Aufguss

div. Hersteller

  • + Beruhigend
  • + Schlaffördernd
  • + Mild verträglich
  • − Kaum belebend
  • − Duft verblasst schnell
#3 · Klassiker Note 8,7

Fichtennadel Aufguss

div. Hersteller

  • + Waldduft
  • + Atemwege
  • + Antiseptisch
  • − Intensiv bei Überdosierung
  • − Nicht für Kleinkinder
#4 · Erfrischungs-Tipp Note 8,6

Minze Aufguss

div. Hersteller

  • + Kühlend-belebend
  • + Atemwege
  • + Konzentration
  • − Schleimhautreizend bei Überdosierung
  • − Nicht für Kleinkinder
#5 · Wärme-Tipp Note 8,4

Ingwer Aufguss

div. Hersteller

  • + Durchblutungsfördernd
  • + Wärmend
  • + Immunsystem
  • − Intensiv bei empfindlicher Haut
  • − Scharfe Note
#6 · Stimmungs-Tipp Note 8,2

Orange Aufguss

div. Hersteller

  • + Stimmungsaufhellend
  • + Mild-fruchtig
  • + Gut verträglich
  • − Kaum therapeutisch
  • − Duft flüchtig
#7 · Komfort-Tipp Note 8,0

Bergamot Aufguss

div. Hersteller

  • + Zitrus-Blumen-Duft
  • + Vielseitig
  • + Entspannend-belebend
  • − Weniger verbreitet
  • − Gewöhnungsbedürftig
#8 · Sensitiv-Tipp Note 7,9

Kamille Aufguss

div. Hersteller

  • + Sehr mild
  • + Hautberuhigend
  • + Breit verträglich
  • − Dezenter Duft
  • − Wenig belebend
#9 · Winter-Tipp Note 7,8

Zimt Aufguss

div. Hersteller

  • + Wärmend
  • + Durchblutungsfördernd
  • + Saisonaler Duft
  • − Hautreizend bei Überdosierung
  • − Saisonal begrenzt
#10 · Wellness-Tipp Note 7,7

Sandelholz Aufguss

div. Hersteller

  • + Edler Duft
  • + Beruhigend
  • + Hautpflegend
  • − Teurer als andere Öle
  • − Duft polarisiert

Saunaaufgüsse setzen ätherische Öle frei, die über die Atemwege aufgenommen werden und je nach Inhaltsstoff unterschiedliche Effekte auslösen. Cineol in Eukalyptus entspannt die Bronchialmuskulatur, Linalool in Lavendel zeigt in Studien sedative Eigenschaften, Menthol in Minze stimuliert Kälterezeptoren der Haut. Wer weiß, welcher Wirkstoff welche Reaktion auslöst, kann den Aufguss gezielt nach Beschwerde oder Stimmung auswählen.

Dosierung und Anwendung

Handelsübliche Aufgusskonzentrate sind bereits verdünnt; die Herstellerangaben liegen typischerweise bei 5 bis 15 ml auf 0,5 l Wasser. Wer reines ätherisches Öl verwendet, rechnet mit 3 bis 5 Tropfen auf 100 ml. Mehr Öl erhöht die Wirkstoffkonzentration in der Atemluft nicht proportional – es reizt Schleimhäute und kann Kopfschmerzen verursachen.

Das Aufgusswasser in mehreren gleichmäßigen Schwallen über die Steine verteilen. Ein Aufguss pro Saunagang von 8 bis 15 Minuten genügt; mehrfaches Aufgießen erhöht Luftfeuchtigkeit und Wärmebelastung spürbar.

Erfrischende und belebende Düfte

Eukalyptus enthält bis zu 85 % Cineol, das die Bronchialmuskulatur entspannt und die Atemwege öffnet. Er ist der meistgenutzte Saunaduft im deutschsprachigen Raum. Für Kinder unter 12 Jahren und Personen mit Asthma in hohen Dosen nicht geeignet.

Minze setzt Menthol frei, das Kälterezeptoren der Haut stimuliert und ein Kühlgefühl erzeugt, ohne die Temperatur zu senken. Bei empfindlichen Schleimhäuten niedrig dosieren; für Kleinkinder ungeeignet.

Zitrone und Grapefruit enthalten Limonene; leicht belebend und gut verträglich, ohne stark therapeutische Wirkung. Grapefruit fällt etwas herber im Duft aus als Zitrone.

Orange ist milder als Zitrone und Grapefruit und damit auch als Einstiegsduft geeignet.

Mandarine ist der mildeste Zitrusduft und in stark verdünnter Form einer der wenigen Aufgüsse, die für ältere Kinder in Frage kommen.

Bergamot kombiniert Zitrusnoten mit leicht blumigen Anteilen durch Linalylacetat – belebend mit leicht beruhigendem Einschlag.

Beruhigende und entspannende Düfte

Lavendel enthält Linalool und Linalylacetat, denen in Studien sedative Eigenschaften zugeschrieben werden. Gut für Abendgänge; mild im Duft, breit verträglich.

Kamille – Bisabolol wirkt antientzündlich; als Aufguss dezent und sehr mild, für empfindliche Personen und als Einstieg in Kräuteraufgüsse geeignet.

Melisse duftet zitronig-kräuterig durch Citronellal und Geranial; die beruhigende Wirkung ist als Aufguss schwächer wahrnehmbar als bei Lavendel.

Vanille – Vanillinbasierter Duft, von den meisten als angenehm und beruhigend empfunden. Keine Kontraindikationen bei normaler Dosierung.

Jasmin duftet intensiv blumig-süß durch Benzylacetat und Linalool; entspannend für alle, die diesen Duft schätzen, aber deutlich polarisierender als Lavendel.

Wärmende und würzige Düfte

Ingwer – Gingerole und Shogaole erzeugen einen wärmenden Effekt und regen die Durchblutung an. Bei empfindlicher Haut niedrig dosieren.

Rosmarin enthält Cineol und Campher; belebend und traditionell mit Konzentration und Durchblutungsförderung verbunden.

Thymian – Thymolgehalt mit antimikrobiellen Eigenschaften; bei Atemwegsreizungen einsetzbar, nicht überdosieren.

Salbei enthält Thujon; in normaler Aufgussdosierung unbedenklich, aber nicht mehrmals hochdosiert hintereinander einsetzen.

Zimt – Zimtaldehyd kann die Haut reizen; niedrig dosieren. Wärmender Duft, besonders für Herbst und Winter passend.

Nelke enthält Eugenol mit antiseptischen Eigenschaften; intensiver Duft, bei dem wenige Tropfen ausreichen.

Holzige und erdige Düfte

Fichtennadel und Kiefer sind die klassischen Walddüfte; beide enthalten α-Pinen und öffnen die Atemwege ähnlich wie Eukalyptus, aber milder. Fichtennadel fällt im Duft etwas dezenter aus als Kiefer.

Zedernholz duftet warm-holzig durch Cedrol; erdend und gut für Abendgänge geeignet.

Sandelholz – Warm-cremiger Holzduft durch α- und β-Santalol; verflüchtigt sich in der Saunawärme schnell, gut für ruhige Abendgänge.

Weihrauch duftet harzig-holzig mit leicht süßlichen Noten; für ruhige, meditative Saunagänge geeignet.

Patchouli hat einen erdigen, moschusartigen Charakter; polarisierend, für Liebhaber schwerer Düfte geeignet.

Apfel – fruchtiger Duft ohne ausgeprägte therapeutische Wirkung; angenehm und gut verträglich.

Häufige Fragen

Wie viele Tropfen ätherisches Öl kommen in einen Saunaaufguss? +

Bei reinen ätherischen Ölen gelten 3 bis 5 Tropfen auf 100 ml Wasser als Richtwert. Handelsübliche Aufgusskonzentrate werden nach Herstellerangabe dosiert, meist 5 bis 15 ml auf 0,5 l Wasser. Eine höhere Konzentration reizt Schleimhäute, ohne die Wirkung zu verstärken.

Welcher Saunaaufguss hilft bei Erkältung und verstopfter Nase? +

Eukalyptus, Fichtennadel, Kiefer und Thymian enthalten Cineol bzw. Thymol und gelten als atemwegsfördernde Düfte. Bei Fieber sollte man die Sauna grundsätzlich meiden.

Kann ich Saunaaufguss selbst herstellen? +

Ja. Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Minze lassen sich in heißem Wasser ziehen und direkt als Aufguss verwenden. Die Konzentration ist niedriger als bei kommerziellen Ölen, der Duft dafür naturbelassen.

Wie oft darf man pro Saunagang aufgießen? +

Ein Aufguss pro Gang von 8 bis 15 Minuten ist die übliche Empfehlung. Mehrfaches Aufgießen in kurzer Folge erhöht Luftfeuchtigkeit und Wärmebelastung erheblich.

Welche Saunaaufgüsse sind für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet? +

Cineol- und mentholhaltige Düfte – Eukalyptus, Minze, Kiefer und Fichtennadel – werden für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen, da sie Atemreflexe auslösen können. Milde Zitrusdüfte wie Mandarine oder Kamille in stark verdünnter Form sind besser geeignet.