Vergleich · Aufgussöle
Ätherische Öle für die Sauna: Die besten Öle im Vergleich
Welches ätherische Öl eignet sich für die Sauna? Eukalyptus, Lavendel, Pfefferminze – Wirkung, Dosierung und Kauftipps im Überblick.
Unser Ranking
Eukalyptusöl
Verschiedene Hersteller
- + Atemwege frei
- + Antibakteriell
- + Klassischer Saunaduft
- − Intensiv bei Überdosierung
- − Nicht für Kleinkinder
ab 6 €
Lavendelöl
Verschiedene Hersteller
- + Entspannend
- + Schlaffördernd
- + Gut verträglich
- − Qualitätsunterschiede groß
- − Duft dezenter
ab 6 €
Pfefferminzöl
Verschiedene Hersteller
- + Kühlend-erfrischend
- + Atemwege
- + Günstig erhältlich
- − Stark bei Überdosierung
- − Nicht für Kleinkinder
ab 5 €
Teebaumöl
Verschiedene Hersteller
- + Antibakteriell
- + Antimykotisch
- + Luftreinigend
- − Medizinischer Geruch
- − Allergierisiko möglich
ab 5 €
Zitrusöl
Verschiedene Hersteller
- + Stimmungsaufhellend
- + Frischer Duft
- + Kombinierbar
- − Photosensibilisierend auf Haut
- − Qualität variiert stark
ab 5 €
Welches Öl für welchen Zweck
Ätherische Öle unterscheiden sich in ihrer Wirkung erheblich. Wer nach dem Sport die Atemwege freimachen möchte, braucht ein anderes Öl als jemand, der nach einem langen Tag entspannen will. Die folgende Übersicht orientiert sich an den häufigsten Saunazielen und benennt, was die einzelnen Öle tatsächlich leisten - und was nicht.
Grundregel für den Aufguss: 2 bis 5 Tropfen auf 500 ml Wasser, niemals das Öl unverdünnt auf die Steine geben. Hochkonzentrierte Öle wie Pfefferminze oder Eukalyptus reizen bei Überdosierung die Schleimhäute spürbar.
Die fünf empfehlenswertesten Öle im Detail
Eukalyptusöl
Der Hauptwirkstoff Cineol (1,8-Cineol) macht typischerweise 70 bis 80 % des Öls aus und ist für die abschwellende Wirkung auf die Atemwegsschleimhaut verantwortlich. In der Sauna öffnet Eukalyptusöl die Nase spürbar - besonders bei leichten Erkältungssymptomen ein häufig genutzter Effekt. Zusätzlich wirkt es antibakteriell.
Dosierung: 3 bis 5 Tropfen auf 500 ml. Nicht geeignet für Kinder unter 12 Jahren, da Cineol bei kleinen Kindern Atemreflexe beeinflussen kann.
Lavendelöl
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) beruhigt das Nervensystem und eignet sich besonders für Abendgänge oder als Ausklang nach einem intensiven Aufguss. Der Duft ist milder als Eukalyptus, was für empfindliche Personen ein Vorteil ist.
Auf Qualität achten: Billiges „Lavendelöl” ist häufig Lavandin, ein Hybrid mit schärferem Geruch und anderem Wirkstoffprofil. Der botanische Name auf dem Etikett hilft bei der Unterscheidung.
Pfefferminzöl
Der Mentholgehalt von bis zu 50 % sorgt für ein Kühlegefühl auf der Haut, das im heißen Saunaraum als erfrischend wahrgenommen wird. Daneben unterstützt Pfefferminzöl die Durchblutung und kann bei Kopfspannungen lindernd wirken.
Dosierung niedrig halten: 2 Tropfen auf 500 ml reichen aus. Mehr als 5 Tropfen können Augen und Schleimhäute reizen. Nicht für Kinder unter 2 Jahren verwenden.
Teebaumöl
Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) hat nachgewiesene antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. In der Sauna setzt man es weniger wegen des Dufts ein - dieser ist medizinisch-herb - als wegen seiner hygienischen Wirkung. Wer die Kabine mit anderen Personen teilt, kann gelegentlich einen Teebaumaufguss ergänzen.
Unverdünnten Kontakt mit Holzoberflächen vermeiden, da das Öl einige Lacke anlöst.
Zitrusöle
Zitrone, Orange und Grapefruit bringen einen hellen, frischen Duft in die Kabine. Orange wirkt wärmer und milder, Zitrone klarer; beide lassen sich gut mit anderen Ölen kombinieren. Kalt gepresste Zitrusöle sind photosensibilisierend - auf die Haut aufgetragen und anschließend UV-Exposition verursacht Flecken. Im Aufgusswasser gelöst ist das in der Praxis kein Problem.
Weitere Öle für besondere Anforderungen
Rosmarinöl regt die Durchblutung an und eignet sich für Aufgüsse nach körperlicher Belastung. Bei Bluthochdruck nicht empfohlen.
Bergamottöl riecht zitrusartig-blumig und lässt sich gut mit Lavendel kombinieren. Ebenfalls photosensibilisierend auf der Haut.
Kamillenöl wirkt entzündungshemmend und ist für empfindliche Haut geeignet. Echtes Blaukamillenöl mit Azulengehalt ist deutlich teurer als die gängigeren Alternativen - der Preisunterschied spiegelt tatsächliche Qualitätsunterschiede wider.
Sandelholzöl passt mit seinem warmen, holzigen Duft zur Atmosphäre einer finnischen Sauna. Echter Sandelholz (Santalum album) ist kostenintensiv; günstige Varianten sind häufig synthetisch gestreckt.
Ylang-Ylang-Öl riecht intensiv-blumig und gilt als entspannend. Wegen der Duftintensität nur 1 bis 2 Tropfen einsetzen - mehr kann Kopfschmerz auslösen.
Kauf und Lagerung
Auf die Deklaration „100 % naturrein” und den INCI-Namen achten. Produkte, die nur als „Duftöl” oder „Parfumöl” deklariert sind, sind synthetisch und für Aufgüsse ungeeignet, da sie bei den Saunatemperaturen unerwünschte Verbrennungsprodukte erzeugen können.
Ätherische Öle kühl, dunkel und luftdicht lagern. Zitrusöle halten sich nach dem Öffnen meist 6 bis 12 Monate; harzig-dichte Öle wie Sandelholz sind deutlich langlebiger.