Gesundheit · 4 Min Lesezeit
Sauna richtig nutzen: Vorbereitung bis Nachpflege
Wie Sie sich auf die Sauna vorbereiten, die Hitze richtig dosieren und danach regenerieren – kompakte Hinweise für einen sicheren Saunabesuch.
Saunen werden seit Jahrhunderten zur Entspannung und Regeneration genutzt. Wer ein paar grundlegende Regeln kennt, profitiert mehr von jedem Besuch – und schont seinen Kreislauf.
Vorbereitung vor dem ersten Gang
Duschen Sie sich kurz ab, bevor Sie die Kabine betreten. Das entfernt Hautpflegeprodukte und Schweiß, die die Haut beim Schwitzen belasten. Trocknen Sie sich anschließend ab – nasse Haut schwitzt langsamer an.
Trinken Sie vorher ausreichend, aber keine großen Mengen auf einmal. Ein Glas Wasser etwa 30 Minuten vor dem ersten Gang reicht aus. Schwere Mahlzeiten sollten mindestens zwei Stunden zurückliegen.
Kleidung ist Geschmackssache: In deutschen Saunen ist das Nacktbaden üblich, ein Handtuch zum Sitzen ist jedoch Pflicht. Im Textilbereich genügen Badeanzug oder Badehose aus leichtem Material.
Während der Saunagänge
Platz und Temperatur wählen
Die Bänke in einer Sauna sind gestaffelt: Je höher Sie sitzen, desto heißer ist die Luft – an der Decke kann die Temperatur 20–30 °C über der auf Bodenhöhe liegen. Wenn Sie sich erst an die Hitze gewöhnen möchten, beginnen Sie auf der unteren Bank.
Klassische finnische Saunen laufen bei 80–100 °C bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Dampfbäder arbeiten mit 45–60 °C und nahezu gesättigter Luft. Beide Varianten sind gut verträglich, sprechen aber unterschiedliche Vorlieben an.
Dauer und Aufguss
Ein Saunagang dauert typischerweise 10–15 Minuten. Schwindel, starkes Herzrasen oder ein plötzliches Kältegefühl sind Signale, die Kabine sofort zu verlassen – nicht abwarten.
In der finnischen Sauna können Sie 0,1–0,2 Liter Wasser auf die Steine gießen (Aufguss). Mehr erzeugt übermäßig viel Dampf und kann umliegende Gäste belasten. Ätherische Öle wie Eukalyptus oder Fichte lassen sich in kleinen Mengen hinzufügen, wenn die Sauna das erlaubt.
Abkühlen und Pausen
Nach jedem Gang gehört eine Abkühlphase dazu. Beginnen Sie mit frischer Luft oder einem kühlen Fußbad, bevor Sie unter die Dusche treten oder in ein Tauchbecken steigen. Ein abrupter Sprung ins Kaltwasser ohne Vorabkühlung belastet den Kreislauf unnötig.
Nehmen Sie sich danach mindestens 10–15 Minuten Pause, bevor Sie den nächsten Gang starten. Setzen oder legen Sie sich hin; die meisten Anlagen haben Ruheräume dafür. Zwei bis drei Gänge sind bei einem regulären Besuch üblich.
Nach dem letzten Gang
Duschen Sie lauwarm oder kühl, um Schweiß abzuspülen und die Poren zu schließen. Da die Haut nach dem Saunieren Feuchtigkeit verloren hat, kann eine leichte Körperlotion oder ein Pflegeöl direkt nach dem Duschen helfen.
Trinken Sie nach dem Besuch ausreichend Wasser oder Kräutertee. Leicht gesalzene Snacks wie Brezeln oder Nüsse helfen, verlorene Elektrolyte zu ersetzen, wenn Sie mehrere Gänge absolviert haben. Intensive körperliche Belastung und Alkohol sollten Sie mindestens eine Stunde nach dem Saunabesuch meiden – der Kreislauf ist noch gedämpft.